Lost in Paradise - Schlosshofkonzert - Englische Musik des 17. Jahrhunderts

Silke Strauf, Claas Harders & Gösta Funck  

Hüttenweg 100
14193 Berlin

Event organiser: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Hüttenweg 100, 14193 Berlin, Deutschland

Tickets

Tickets sind an der Schlosskasse erhältlich. Infos unter 030 8133597.

Event info

Das Paradies – ein Garten, ein eingehegter Bereich, der Traum vom perfekten Ort mit exklusivem Zutritt. Und auch wenn man um seine Endlichkeit weiß, lockt das Paradies mit der Aussicht, sich in seiner unendlichen Fülle zu verlieren. Auch der Reichtum und die Schönheit der Musik gleichen einer Landschaft, die fortwährend zum Staunen und zum Genießen einlädt.
Ein klingender Garten Eden mag auch die musikalische Landschaft Englands im 17. Jahrhundert gewesen sein. Das Golden Age des Elisabethanischen Zeitalters ließ die Künste in besonderem Maße wachsen und gedeihen. Aber auch in den schwierigen Zeiten des Bürgerkrieges schufen Komponisten wie William Lawes, William Young, Thomas Tomkins und John Jenkins wundervolle Kunstwerke: Suiten, eine „Sad pavan“, „Airs and dances“. Das verlorene Paradies, so scheint es, wollte und sollte wiedergewonnen werden. Aus düsteren Erinnerungen entstand der Traum von einer besseren Welt, frisch, lebensfroh und voller Musik.
Mal voller Schwermut, mal heiter und tänzerisch verlieren sich die Violen da gamba und das Cembalo mit ihrem warmen und lebendigen Klang in der Musik aus einer fernen Zeit.

Silke Strauf, Claas Harders und Gösta Funck arbeiten seit vielen Jahren zusammen und haben sich auf die Interpretation Alter Musik spezialisiert. Entstanden sind u.a. eine Bearbeitung der Goldberg-Variationen von J. S. Bach für zwei Bassgamben (S. Strauf und C. Harders) sowie Programme aus dem französischen und deutschen Repertoire für Viola da gamba und Cembalo. Studienorte waren Bremen, Köln, Würzburg und Lyon. Neben solistischen und kammermusikalischen Auftritten verfolgen die Ensemblemitglieder weitere Interessen wie etwa die Verbindung von Musik und Literatur (S. Strauf), das Spiel der Lira da gamba (C. Harders) und die Beschäftigung mit dem Clavichord (G. Funck).


Silke Strauf und Claas Harders - Viola da gamba
Gösta Funck - Cembalo

Location

Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100
14193 Berlin
Germany
Plan route

Das Jagdschloss Grunewald besitzt gleich mehrere Besonderheiten: Zum einen ist es das älteste erhaltene Schloss ganz Berlins und zum anderen Hochburg für kulturelle Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen.

Bereits 1542 von Kurfürst Joachim II. erbaut, war das Jagdschloss lange in fürstengeschlechtlichem Besitz. Bis 1926 nutzte die Königsfamilie das Gebäude, bevor es dann zur Enteignung kam und das Schloss in staatliches Eigentum umgewandelt wurde. Seitdem erfolgt die Umfunktionierung in ein Museum. Heute ist im Erdgeschoss eine Ausstellung über die Geschichte des Schlosses und im Obergeschoss eine über bedeutende Persönlichkeiten der preußischen Geschichte zu bewundern. Als außerordentliches Highlight gilt aber nach wie vor der einzigartige Renaissancesaal, der mit seinem prachtvollen Dekor eine erhabene Atmosphäre erzeugt.

Das Jagdschloss Grunewald erreichen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln über die nächstgelegene Haltestelle in einer viertel Stunde zu Fuß. Für Anreisende mit dem Auto steht eine kleine Anzahl an Parkplätzen direkt vor Ort zur Verfügung, halten Sie sonst in der angrenzenden Umgebung Ausschau.